Erkältungswelle rollt an - Kinder und Babys betroffen

KinderElternRatgeber

Erkältungen im Sommer bereiten Eltern Sorgen. Warum kommt es nach dem Corona-Lockdown vermehrt zu Erkältungen bei Kindern? Und welche Rolle spielen dabei die Schulen und Kitas? Antworten finden Sie hier bei uns.

Winterzeit ist Erkältungszeit – es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel, wie die vergangenen Monate gezeigt haben. Denn die Corona-Maßnahmen haben auch dazu beigetragen, die klassischen Atemwegserkrankungen einzudämmen. So zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) bis zur Kalenderwoche 12 beispielsweise weniger als 500 Influenza-Infizierte. Zum Vergleich: Letztes Jahr verzeichnete das RKI zur selben Zeit mehr als 145.000 Grippefälle. Doch was passiert eigentlich, wenn es – wie jetzt – zu Lockerungen der Maßnahmen kommt? Wird es zur Erkältungswelle im Herbst und Winter kommen?  

Erkältungswelle rollt an - Kinder und Babys betroffen

Erkältung im Sommer – Kinder krank nach Lockdown

Die Folgen dessen zeigen sich vor allem in den letzten Wochen. So verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI), das nicht nur Daten zu Corona-Erkrankungen dokumentiert und auswertet, einen deutlichen Anstieg bei der Rate der allgemeinen Atemwegserkrankungen (ARE). Dabei sind zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Kinder nach dem Lockdown krank bzw. leiden an Erkältungssymptomen. Und das auf einem höheren Niveau als etwa zur Sommerzeit 2019, in der Corona sowie entsprechende Abstands- und Hygieneregeln noch keinerlei Rolle spielten. So zeigt die RKI-Kurve aktuell vor allem bei den 0-4-Jährigen einen starken Anstieg und Kinder sind verstärkt erkältet nach dem Corona Lockdown. Doch auch bei den Kindern bis 14 Jahre geht die Erkältungskurve deutlich nach oben.1 Doch woher kommt dieser plötzliche Anstieg an Erkältungen in Corona-Zeiten?

Anstieg Erkältungsviren durch Wiedereröffnung von Kitas und Schulen

Andere Länder, wie etwa China, haben dieses Szenario bereits vor einigen Monaten durchlebt. Nach einer langen Zeit des Corona-bedingten Lockdowns wurden in Hongkong Schulen und Kindergärten wieder geöffnet. Trotz der Tatsache, dass Hygienevorschriften weiterhin eingehalten wurden, kam es zu insgesamt 482 Atemwegsinfekten, sodass die Einrichtungen aufgrund vermehrt erkälteter Kinder nach dem Corona Lockdown wieder schließen mussten.2 Auch in den USA hat ein Team aus Epidemiologen den Zusammenhang zwischen der Ausbreitung saisonaler Krankheiten (etwa Erkältungen) und sogenannten Nichtpharmazeutischen-Interventionen (kurz NPIs) – beispielsweise die aktuellen Corona-Regeln – näher betrachtet. Das Ergebnis: Je länger NPIs anhalten, desto höher ist die Anfälligkeit für Infektionen.3 Auch hierzulande zeichnen sich nun ähnliche Entwicklungen in Kitas, Kindergärten und Schulen im Hinblick auf ansteigende Erkältungen bei Kindern nach der langen Corona Lockdown Phase zu Beginn des Jahres ab und die Kinderarztpraxen sind derzeit voll.4

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Das Immunsystem von Kindern in Zeiten von Corona

Eine wahrscheinliche Begründung dafür liegt in unserem Immunsystem. Befinden wir uns im Lockdown und damit im „Social Distancing“, bedeutet das für unsere Abwehr weniger Arbeit. Doch der Kontakt zu Viren, Keimen und Co. spielt für das Immunsystem eine wichtige Rolle, denn: Unsere Abwehr lernt erst durch den Kontakt mit Erregern, wie sie auf diese reagieren muss und speichert die Information dann im sogenannten „immunologischen Gedächtnis“ ab. Dadurch kann das Immunsystem bei erneutem Kontakt mit bereits bekannten Erregern schneller und effektiver reagieren. Befinden wir uns im Corona Lockdown und wird das kindliche Immunsystem nicht mit Erkältungen konfrontiert, finden solche Immunreaktionen nur noch selten statt und müssen erst wieder erlernt werden. Damit kehrt sich der zunächst positive Nebeneffekt – ein Ausbleiben aller möglichen Viruserkrankungen wie eben auch der Erkältung – schnell um: Zirkulieren virale und bakterielle Infektionen unter Kindern, schlagen diese nach der langen Krankheitspause häufig viel stärker als gewohnt zu.

Das Immunsystem von Kindern in Zeiten von Corona

Worauf sollten sich Eltern während der Grippewelle einstellen?

Eltern sollten sich darauf einstellen, dass ihre Kinder vermehrt im Sommer sowie in der nächsten Grippesaison krank werden können. Das ist kein Grund zur Sorge. Das kindliche Immunsystem ist durch die coronabedingten Einschränkungen sowie ausgebliebene Infekte geschwächt. Meist handelt es sich bei den Erkrankungen glücklicherweise nur um leichte Erkältungen, die Kinder in der Regel nach ein paar Tagen überwunden haben. Ungewöhnlich für uns ist nur, dass diese Welle, die wir eigentlich aus der Herbst-/Winterzeit kennen, in den Sommermonaten stattfindet.
In unserem Ratgeber für Eltern erfahren Sie, was Sie bei Husten und Erkältungen von Säuglingen und Kindern tun und wie Sie deren Immunsystem stärken können.

Wie sich die Zeit nach dem Lockdown wirklich entwickelt und ob es zu einer Erkältungs- oder gar Grippewelle 2021 kommt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Wenn wieder Normalität einkehrt, bleibt auch die ein oder andere Erkältung während Corona nicht aus. Im Falle eines Erkältungshusten bietet Prospan® sowohl bei Säuglingen, Babys*  und Kindern eine rasche Linderung der Beschwerden:

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  1. grippeweb.rki.de/Results.aspx
  2. Fong, M W et al., Upper Respiratory Infections in Schools and Childcare Centers Reopening after COVID-19 Dismissals, Hong Kong. Emerg Infect Dis. 2021; 27(5), DOI: 10.3201/eid2705.210277.
  3. Baker, R E et al., The impact of COVID-19 nonpharmaceutical interventions on the future dynamics of endemic infections. Proc Natl Acad Sci USA. 2020; 117(48): 30547-30553.
  4. www.br.de/nachrichten/bayern/volle-kinderarztpraxen-erkaeltungswelle-mitten-im-sommer,SdhDCdT

Pflichtangaben & Hinweise

* Bei Säuglingen unter einem Jahr mit dem Arzt Rücksprache halten.

[1] Pflanzliche Expektorantien, IQVIA Global OTC Insights MAT 12/2018.

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Pflichttext & Hinweise*