Mit der 4-fach-Kraft des Efeus gegen Husten bei Bronchitis

Erkältung / akute Bronchitis

Auf den Angriff der Viren reagiert die Schleimhaut der Atemwege mit einer Entzündung. Da die Schleimhaut der oberen und unteren Atemwege sehr ähnlich aufgebaut ist, kann eine Erkältung, also eine Infektion der oberen Atemwege, schnell auf die Bronchien übergehen.

Bei einer Entzündung der Bronchien werden Botenstoffe freigesetzt, die als chemische Reize wirken. Außerdem kommt es häufig zu vermehrter Schleimbildung, einem mechanischen Reiz. Die Flimmerhärchen schaffen es nicht mehr, den Schleim abzutransportieren. Durch empfindliche Fühler (Rezeptoren) in unseren Schleimhäuten, die diese verschiedenen Reize wahrnehmen, werden Signale an das Hustenzentrum im Gehirn gesandt und der Reflex wird ausgelöst: Wir beginnen zu husten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur kommen.

Der Körper versucht durch das Zusammenziehen der Muskulatur in Kombination mit Husten, den Schleim loszuwerden. Es kann zur Atemnot kommen. Nicht nur Husten macht einem zu schaffen, zusätzlich hat man oft Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen und die Nase läuft.

Erkältungshusten in Kürze

Erkältungshusten in Kürze

1. Phase:
2–3 Tage trockener, unproduktiver Reizhusten durch Schleimhautreizung bzw. Schleimhautentzündung

2. Phase:
Bis zu 14 Tage schleimbildender, produktiver Husten

3. Phase:
In der bis zu 8-wöchigen Abheilungsphase hustet der Betroffene meist noch trocken

Chronische Bronchitis / chronisch-obstruktive Bronchitis – Dauerhusten mit Folgen

Die chronische Bronchitis ist eine dauerhafte Erkrankung der Atemwege. Der Husten verschwindet also nicht nach der Erkältung oder den üblichen zwei Wochen. Typische Anzeichen sind häufiger Husten mit weißlich zähem Schleim, der besonders morgens massiv abgehustet wird.

Hauptursache für die chronische Bronchitis ist das Rauchen. Aber auch Bakterien (Haemophilus influenzae und Streptococcus pneumoniae) können eine chronische Bronchitis verursachen. Ebenso eine anhaltende Belastung der Atemwege mit Staub, Gasen und Dämpfen, wie ihnen manche Arbeiter ausgesetzt sind. Bei einer chronischen Bronchitis verdickt sich die Schleimhaut der Bronchien.
Es wird mehr Sekret, also Schleim gebildet. Der Körper versucht damit, der Verschmutzung (durch Zigarettenrauch, Bakterien oder Staub) entgegenzuwirken und die Eindringlinge loszuwerden. Gleichzeitig verlieren aber die Zilien (Flimmerhärchen), die den Schleim abtransportieren sollen, durch die ständige Reizung ihre Funktion. Auf Dauer werden sie komplett zerstört.
Die Bronchien sind jetzt bleibend entzündet. Das hat verheerende Folgen: Die Wand der Bronchien wird dünn und instabil. Bei stärkerem Ausatmen fallen sie zusammen. Atemnot entsteht. Aus der chronischen Bronchitis hat sich eine chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD) entwickelt.

Chronische Bronchitis in Kürze

Chronische Bronchitis in Kürze

  • entsteht durch Dauerreizung der Bronchien
    (z. B. Rauch)
  • Bronchien sind dauerhaft entzündet und geschädigt
  • Flimmerhärchen sind zerstört
  • schleimiger, zäher, glasiger Auswurf
  • muss unbedingt behandelt werden. Auf Dauer kann die Bronchitis zu einer andauernden Verengung der Atemwege führen

Asthma / Asthma bronchiale - wenn die Luft wegbleibt

Bei Menschen mit Asthma reagieren die Bronchien übermäßig stark auf Reize, die mit der Luft eingeatmet werden. Bei allergischem Asthma sind dies Allergene wie z. B. Tierhaare, Hausstaubmilben oder Pollen. Für Asthma gibt es viele Ursachen:

  • Genetische Veranlagung
  • Allergien
  • Psychosomatische Störungen

Bei einem asthmatischen Anfall verengen sich die Atemwege. Der Betroffene leidet ganz plötzlich unter Atemnot und unter der Angst zu ersticken. Der Anfall kann begleitet werden von Atemgeräuschen, Husten, Auswurf sowie Enge- und Druckgefühl im Brustraum. Menschen mit asthmatischen Erkrankungen gehören grundsätzlich in ärztliche Behandlung.

Wenn die Luft wegbleibt

Wenn die Luft wegbleibt

Dabei ist es wichtig, dass eine asthmaspezifische Therapie frühzeitig durch einen Arzt eingeleitet und von den Betroffenen eingehalten wird. Wenn Kinder betroffen sind, stellen Erkrankung und Therapie oft für Eltern und Kinder eine Belastung dar, die dazu führen kann, dass die Therapie nur unzureichend erfolgt. Gründe dafür können z. B. die Angst vor der komplizierten Therapie, die schwierige Einnahme, aber auch der unangenehme Geschmack sein.

Lungenentzündung – gefährlich! (Pneumonie)

Mit über 100.000 Erkrankten pro Jahr handelt es sich bei der Lungenentzündung um die häufigste Infektionskrankheit in Deutschland. Stärke und Dauer hängen vom Erreger und der Konstitution des Patienten ab. Generell lässt sich jedoch sagen: Bakteriell bedingte Pneumonien verlaufen am heftigsten. Lungenentzündungen gehören in ärztliche Behandlung.

Ist das Immunsystem geschwächt, ist die Gefahr hoch, eine Lungenentzündung zu erleiden. Ausgelöst wird sie in den meisten Fällen (70 %) durch Bakterien oder seltener durch Viren oder Pilze. Diese Erreger dringen in die Atemwege ein und entzünden diese.
Da das körpereigene Abwehrsystem geschwächt ist, dringt die Entzündung bis zu den Lungenbläschen vor. Das bedeutet, dass die Atmung beeinträchtigt wird. Weniger Sauerstoff gelangt in den Körper, CO2 kann nicht genügend ausgeatmet werden. Eine lebensbedrohliche Situation entsteht!
Eine Lungenentzündung geht meist mit Fieber und Schüttelfrost und Brustschmerzen einher. Der Husten ist stark und mit Auswurf: erst rostbraun, später gelbgrünlich. 

Lungenentzündung in Kürze

Lungenentzündung in Kürze

  • meistens von Bakterien ausgelöst
  • kann sich aus einer Bronchitis entwickeln
  • Entzündung der Schleimhaut ist bis zu den Lungenbläschen vorgedrungen
  • mit hohem Fieber einhergehend
  • Hustentherapie zeigt keine Wirkung

Keuchhusten – nicht nur für Kinder (Pertussis)

Bei Keuchhusten handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die hoch ansteckend und daher meldepflichtig ist. Ausgelöst wird er durch die Bordetella pertussis-Bakterien.

Diese werden durch Tröpfcheninfektion übertragen und vermehren sich in den Atemwegen. Dort setzen sie ein Gift frei, das den Husten und die anderen Krankheitszeichen auslöst. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Eintreten der ersten Symptome, kann 7–20 Tage dauern!

Keuchhusten in Kürze

Keuchhusten in Kürze

  • hoch ansteckende Infektionskrankheit
  • verläuft in 3 Phasen
  • stakkatoartige Hustenanfälle, die zu Erbrechen führen können
  • zäher, glasiger Auswurf

Pseudokrupp (Laryngitis subglottica)

Bei Pseudokrupp handelt es sich um eine Entzündung des Kehlkopfs, die durch eine Virusinfektikon (Rhinoviren, Adeno- oder RS-Viren) ausgelöst wird. Meist geht der Pseudokrupp mit einer fieberhaften Erkältung einher.

Häufig tritt die Erkrankung in der kalten Jahreszeit auf und betrifft vorwiegend Kinder im Alter zwischen neun Monaten und fünf Jahren, da deren Kehlkopf noch sehr eng ist. Die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfs und der Stimmbänder ist entzündet. Durch die Entzündung schwillt die Schleimhaut an, sodass es zu einer Verengung der Atemwege kommt. Der Körper reagiert mit Husten. Dieser tritt meist nachts und ganz plötzlich auf. Der Husten hört sich stark trocken und bellend an. Begleitet wird er meist durch krankhafte pfeifende Atemgeräusche (Stridor) beim Einatmen.

Pseudokrupp – besorgniserregend?

Pseudokrupp – besorgniserregend?

Meist verläuft die Krankheit harmlos, ist aber durch die empfundene Atemnot für das Kind sehr beängstigend. Da auch eine gefährliche Kehldeckelentzündung Ursache für diese Symptome sein könnte, sollte auch hier unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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